30.05.2025
Von: (Autor) AL Hubert Isker

Note „1-A“ für die Kinderbetreuungs-Infrastruktur in Gralla

Vier kleine Kinder sitzen an einem Tisch in einem Klassenzimmer und zeichnen und malen mit Bleistiften und Buntstiften. Sie scheinen gemeinsam an ihrem Kunstwerk zu arbeiten, umgeben von Schulsachen und heller Klassenzimmereinrichtung.Bereits zum 12. Male hat die Arbeiterkammer Steiermark gemeinsam mit der Plattform „Kinderdrehscheibe“ die vorhandene Infrastruktur für die Kinderbetreuung in den Gemeinden der Steiermark unter die Lupe genommen.

Die Marktgemeinde Gralla hat auch diesmal das Prädikat „1-A-Gemeinde“, und somit die Höchstbewertung erhalten.

 

Was wurde wie bewertet?

  • Das Vorhandensein einer Kinderkrippe für Kinder unter drei Jahren.
  • Das Vorhandensein eines Ganztagskindergartens, der mindestens acht Stunden täglich an zumindest vier Tagen pro Woche geöffnet ist.
  • Das Vorhandensein einer Nachmittagsbetreuung für Volksschulkinder an mindestens vier Tagen pro Woche.

Zusätzlich wurde der sogenannte Vereinbarkeitsindikator für Familie und Beruf (VIF) zur Bewertung herangezogen. Dieser umfasst folgendes:

VIF-Kriterien für die 1-A-Bewertung

Karte der Steiermark, Österreich, mit Kinderbetreuungskategorien nach Regionen in grüner und roter Farbe. Ein Mädchen zeigt mit einem Lächeln nach oben. Der Ort "Gralla" ist beschriftet. Eine Legende erklärt die Kinderbetreuungskategorien.
Quelle: Krone/MG Gralla

Das Vorhandensein einer institutionellen Betreuung für unter 3-jährige Kinder:
Kinderkrippe, Alterserweiterte Gruppe, Kinderhaus, Betriebstageseltern.

Zusätzlich müssen drei weitere Kriterien für die Betreuung von 3-6-Jährigen erfüllt sein:
1. mindestens 45 Stunden wöchentliche Öffnungszeit (Gralla: 50 Stunden)
2. an vier Tagen pro Woche mindestens 9,5 Stunden geöffnet (Gralla: 5 Tage mit 10 Stunden)
3. maximal fünf Wochen im Jahr geschlossen (Gralla: nur 3 Wochen)

Mit dieser Auszeichnung wurde der, von der Marktgemeinde Gralla eingeschlagene Weg, eine möglichst familienfreundliche Kinderbetreuung anzubieten wiederum bestätigt. Dies auch im Hinblick, dass Gralla nach wie vor zu den „jüngsten“ Gemeinde der Steiermark zählt.

„Sinnvolle Investitionen in die Verkehrssicherheit können Leben retten und sollten nicht an der Finanzierbarkeit scheitern“In der Kinderkrippe und im Kindergarten wird durch das das motivierte und engagierte Team von Pädagoginnen und Betreuerinnen einerseits ausgezeichnete pädagogische, vorschulische Bildung angeboten. Andererseits ist Gralla auch auf der infrastrukturellen Seite sehr gut aufgestellt. Durch die Erweiterung der Kinderkrippe im vergangenen Kindergartenjahr können seitdem rund weitere zehn Familien aus Gralla auf einen Betreuungsplatz für ihre Jüngsten zurückgreifen.
„Wir werden eine absolut moderate Bevölkerungsentwicklung verfolgen und diese weiterhin im Auge behalten. Damit ist gewährleistet, dass wir entsprechende Maßnahmen rechtzeitig treffen können. Aktuelles Beispiel: Im September wird eine weitere Kindergartengruppe eröffnet. Wir werden auch künftig eine 1-A-Gemeinde in punkto Kinderbetreuung sein“, so Bürgermeisterin Tanja Fauland-Gratz.

Hier finden Sie die Bewertungen aller steirischen Gemeinden im Überblick