31.10.2026
Von: (Autor) Karin Köllinger

Ein Mahnmal gegen die Gleichgültigkeit –

Gralla gedenkt der Opfer von Krieg und Gewalt

Drei Personen stehen vor einer Gedenktafel und einem Blumenkranz.Am Kriegerdenkmal am südlichen Marktplatz versammelte sich der Gemeindevorstand – angeführt von Bürgermeisterin Tanja Fauland-Gratz, Vizebürgermeister Horst Brunner und Gemeindekassier Edmund Willinger, um der Opfer beider Weltkriege zu gedenken. Mit einer feierlichen Kranzniederlegung setzten die Gemeindevertreter ein unübersehbares Zeichen für ein friedliches Miteinander.

In einer gemeinsamen Botschaft fand die Gemeindeführung klare Worte angesichts der weltweiten Krisenherde:

Das Gedenken an die Vergangenheit sei kein bloßes Zurückblicken, sondern eine dringende Pflicht für die Gegenwart. Wer sich an das Leid und das Unrecht in der Welt gewöhne, verliere das Fundament der Menschlichkeit. Das historische Opfer der Gefallenen müsse als unaufhörliche Mahnung verstanden werden, dass Frieden kein Selbstläufer ist. Er erfordere Mut, Haltung und fange bei jedem Einzelnen im Alltag an – in jedem Wort und in jeder Entscheidung gegen den Hass.

Unter einer Steintafel, auf der Namen und die Jahreszahlen 1939–1945 aufgeführt sind, hängt ein Gedenkkranz mit Bändern, auf denen „Marktgemeinde Gralla“ und „Im Gedenken“ zu lesen ist.

 

Bürgermeisterin Tanja Fauland-Gratz fordert dazu auf, das historische Versprechen des „Niemals Vergessens“ mit echtem Leben zu füllen:

Das Gedenken an die Vergangenheit darf keine inhaltslose Routine werden.

Vielmehr stehe die Gesellschaft in der Pflicht, aktiv aufzustehen, damit Gewalt und Krieg niemals wieder als legitime Instrumente der Politik oder Wirtschaft akzeptiert werden.