"Simon" hilft auch Senioren

Die Idee war simpel, die Umsetzung erforderte aber eine Menge Know-How: Einfache Sprach-Kommandos sollten Tastatur und Maus ersetzen, um die wichtigsten Computer-Anwendungen auch körperlich beeinträchtigten Menschen zugänglich zu machen. Mit der Spracherkennungs-Software "Simon Listens" schuf Projektentwickler und Sonderschulpädagoge Franz Stieger aus Gralla gemeinsam mit Schülern der HTBLA Kaindorf das passende Werkzeug.
Der Prototyp ist inzwischen fertig und kann unter www.simon-listens.org gratis heruntergeladen werden. Darauf aufbauend soll die Software nun speziell auf Senioren zugeschneidert werden. "Simon hat großes Potenzial, älteren Menschen das Leben zu erleichtern", meint Stieger. In einem auf 18 Monate anberaumten Projekt sollen diverse Einsatzszenarien erforscht werden. "Neben der sprachunterstützten Bedienung von Computer, Fernseher und Telefon wollen wir eine Notruffunktion sowie eine Dialogsteuerung entwickeln. Damit wird der Computer Senioren an wichtige Termine, wie die Einnahme von Medikamenten per Sprachausgabe erinnern können", erzählt Stieger.
Neben dem vierköpfigen Kernteam sind unter anderem die HTBLA Kaindorf, die TU Graz und die Reha-Klinik Maria Theresia mit an Bord. Die Finanzierung ist dank einer Förderung durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie gesichert.
Verdienen will Stieger mit der Software nichts: "Simon bleibt frei zugänglich. Es können sich aber Folgeaufträge ergeben." Ökonomisches Potenzial ortet er etwa in der verbalen Steuerung von Robotern.











